Der typische Stadtbalkon misst vier bis sechs Quadratmeter und dient als Lager für Fahrradteile, Wäscheständer und leere Kisten. Dabei ist er in vielen Wohnungen die einzige Fläche mit frischer Luft – und mit überschaubarem Aufwand der angenehmste Platz überhaupt.
Der erste Schritt ist immer der Boden. Ein durchgehender Belag aus Holzfliesen zum Klicken kostet je nach Qualität 25 bis 60 Euro pro Quadratmeter, ist rückstandsfrei entfernbar und verwandelt selbst grauen Beton in eine Fläche, die man barfuß betreten möchte.
Zweitens die Sichtachse. Ein Balkongeländer aus Metallstäben gibt den Blick auf Mülltonnen und Parkplätze frei. Eine Matte aus Weide, ein Stoffbanner oder eine Reihe hoher Pflanzkübel schafft eine Kante, die den Raum nach außen abschließt.
Drittens die Bepflanzung in Schichten. Hohe Gräser oder ein Säulenobstbaum als Rückgrat, mittelhohe Stauden davor, Kräuter und Hängepflanzen an der Brüstung. Diese Staffelung lässt jeden Balkon voller und gestalteter wirken als eine Reihe gleich hoher Töpfe.
Viertens das Licht. Solarleuchten sind praktisch, aber oft zu kalt. Lichterketten mit warmweißen Leuchtdioden bei 2.200 bis 2.700 Kelvin und eine Handvoll Laternen erzeugen abends genau die Wirkung, für die man sonst in ein Café geht.



