Der deutsche Heimtiermarkt setzt jedes Jahr Milliarden um, ein großer Teil davon mit Futter. Die Verpackungen zeigen saftiges Fleisch und frisches Gemüse. Was tatsächlich in der Dose ist, steht in einer Zeile, die die meisten Halter überspringen: der Zusammensetzung.
Die erste Regel lautet, dass die Zutaten nach Gewichtsanteil sortiert sind. Steht „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ an erster Stelle, ist das der Hauptbestandteil. Steht dort „Getreide“, ist es Getreide – unabhängig davon, welches Tier auf der Vorderseite abgebildet ist.
Der zweite wichtige Punkt ist der Unterschied zwischen offener und geschlossener Deklaration. Bei offener Deklaration werden alle Bestandteile einzeln mit Prozentangaben genannt. Bei geschlossener stehen nur Sammelbegriffe – der Hersteller kann die Rezeptur dann chargenweise ändern, was bei Allergikern zum Problem wird.
Bei Werbeaussagen gelten festgelegte Grenzen. „Mit Huhn“ bedeutet mindestens vier Prozent Huhn. „Reich an Huhn“ heißt mindestens 14 Prozent. Nur wenn eine Sorte als „Huhn pur“ oder „100 % Huhn“ ausgelobt wird, besteht der tierische Anteil vollständig aus Huhn.
Auch tierische Nebenerzeugnisse sind kein Ausschlusskriterium. Innereien wie Herz, Leber und Lunge sind für Hunde hochwertige Nahrung. Problematisch wird es nur, wenn nicht erkennbar ist, welche Teile verwendet werden – Federn und Hufe fallen formal in dieselbe Kategorie.



